Der große Bruder des evangelischen Pfarrers

Liebe Leserinnen und Leser,

viele von Ihnen sind mit der Bitte an mich herangetreten, etwas Näheres über die Familie unseres evangelischen Pfarrers erfahren zu können. Ihr Wunsch ist mir Befehl.

Wie Sie diesem hübschen Jugendfoto entnehmen können, hat der evangelische Pfarrer (Bild: Mitte) in meiner selbstverständlich völlig frei erfundenen Geschichte tatsächlich Geschwister: Er hat einen großen Bruder (Bild: links) und einen kleinen Bruder (Bild: rechts).

Beschäftigen wir uns in diesem Kapitel zunächst einmal mit dem großen Bruder.

 

 

 

Der große Bruder wurde geboren zu einer
Zeit, in der unser heiß geliebtes Vaterland durch den Krieg noch arg zerstört war.

 

 

 

Begeistert durch die Schriften von Karl Marx und Lenin ging er 1963 nach Thüringen in die Ostzone und legte dort im Jahre 1968 am Jungengymnasium Karl - Marx - Stadt mit Ach und Krach sein Notabitur ab.

 

 

Dann wurde er Soldat bei den Eisenbahnpionieren der Nationalen Volksarmee.

Doch wegen seiner ständigen Bettnässerei wurde er vorzeitig aus dem Dienst enlassen.

 

 


Danach studierte er an der Freien Universität Hoyerswerda evangelische Sozialwissenschaften und erlangte nach
37 Semestern den Abschluß "Diplom Magister sine cum laudo".

 

 

 

 

 

Das ist die Gattin des großen Bruders.

Nach ihrer dritten Scheinschwangerschaft gebar sie am 23. 4. 1987 einen kräftigen Jungen, der nach einem bekannten Tennisspieler benannt wurde.

 

 

 

Beim Fall der Mauer am 9. 11. 1989 wurde der kleine Sohn leider von einem Betonbrocken getroffen und tödlich verletzt.

 

 

 

 

Der große Bruder des Pfarrers zog dann zusammen mit seiner Ehefrau nach Westfalen in das Haus seiner Schwiegermutter, für deren Haus er von nun an sowohl Miete als auch Hypothekenzinsen abbezahlte.

 

 

 

 

Doch der ständige Streß raffte den großen Bruder dahin, er erlag seinem dritten Herzinfarkt.

Aber unser evangelischer Pfarrer, der keine Steuern hinterzogen hat, sorgte für eine würdevolle Beerdigung.

Aus lauter Dankbarkeit sammelte seine Schwiegermutter Geld für einen repräsentativen Grabstein.

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