Mein kleiner Ratgeber für Kirche und Justiz
Heute: Wie man unliebsame Kritiker zum Schweigen bringt

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dieser Website will ich einen wertvollen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung von Kultur und Rechtsstaatlichkeit zum Wohle unseres gesamtdeutschen Volkes.
Doch in jeder Gesellschaft gibt es querulatorische Mitmenschen, die sich absolut nicht unterordnen wollen. Wie sollen Kirche und Justiz mit solchen bedauernswerten Mitbürgern umgehen? Hier sind meine Tips.
Vielleicht könnten meine Ratschläge aber auch für unseren allseits sehr beliebten Herrn Pfarrer X. aus Witten recht interessant sein.

Ihr Joachim Koßmann

ERSTE MÖGLICHKEIT: RUFMORDKAMPAGNEN

 

 

 

 

 

 

 


Ob eine Rufmordkampagne ein geeignetes Mittel ist, Ihren Kritiker mundtot zu machen, hängt entscheidend von dessen persönlicher Stellung ab.
So sind Politiker, Sportler und Künstler weitgehend immun gegenüber Rufmordkampagnen. Ja, es gehört soguten Ton, hin und wieder Opfer von Rufmordkampagnen zu werden. Das bringt Schlagzeilen in der yellow - press,
negative Nachrichten sind immer noch besser als gar keine.
Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn ein seriöser Geschäftsmann, ein Kirchenfunktionär oder ein Angehöriger des Juristenstandes zum Gegenstand Ihres Angriffs wird. Dieser Personenkreis liebt es nicht, sich wie ein Paradiesvogel in der Öffentlichkeit auszutoben, in jenen "feinen Kreisen" zieht man eine vornehme Zurückhaltung vor.
Am effektivsten ist es natürlich, die Medien für seine Zwecke einzuspannen. Der einfachste Weg ist, den Rest der Menschheit mit freundlichen Leserbriefen zu beglücken. So habe auch ich mit meiner großen Karriere als Journalist begonnen. Warten Sie einfach nur ab, welchen Fehler Ihr Widerpart machen wird, dann schlagen Sie hemmungslos in seine frische Wunde.
Aus Gründen der Seriösität müssen Sie jedoch immer bei der Wahrheit bleiben, aber das reicht in den meisten Fällen ohnehin schon allein aus, einen Menschen bloß zu stellen.
Jedoch müssen Sie offen zu dem stehen, was Sie schreiben oder sagen. Nur so wird Ihre Kritik glaubwürdig. Sonst dreht Ihr Kritiker den Spieß um und stellt Sie selbst bloß.
So habe ich unserem Pfarrer X. mehr als zwei Jahre lang Gelegenheit gegeben, seine Rufmordkampagnen gegen mich offen durchzuführen. Bekanntlich hat Pfarrer X. von dieser freundlichen Einladung auch reichlich Gebrauch gemacht - mit dem Ergebnis, daß er seine Wahl verloren hat und wahrscheinlich demnächst nach Sibirien zwangsversetzt wird...

MEIN QUALITÄTSURTEIL: AUSREICHEND

ZWEITE MÖGLICHKEIT: BELEIDIGUNGEN

Beleidigungen sind die einfachste Möglichkeit, einen Menschen anzugreifen, aber auch zugleich die wirkungslosigte.
Beleidigungen zeugen vom primitiven Charakter des Beleidigers, womit sich jener selbst bloß stellt.
Vorteilhaft ist allenfalls, daß zum Äußern von Beleidigungen lediglich eine minimale Intelligenz erforderlich ist, die nahezu jeder Mensch aufbringen kann, sogar evangelische Pfarrer.
Wer Beleidigungen äußert, schadet sich damit nur selbst, daher fällt mein Qualtätsurteil negativ aus.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: UNGENÜGEND

DRITTE MÖGLICHKEIT: VERLEUMDUNGSKAMPAGNEN

 

 

 

 

 

Jetzt bewegen wir uns an die Grenze der Legalität. Es gibt zunächst einen wichtigen Unterschied zu (noch legalen) Rufmordkampnen zu bedenken: Während es bei Rufmordkampagnen auf die Person des zu Schädigenden ankommt, hängt der Erfolg von Verleumdungskampagnen von der Person des Verleumders ab. Das Strafrecht gilt grundsätzlich nur für normale Staatsbürger, Richter und Staatsanwälte sowie Kirchenfunktionäre können in diesem Lande hingegen machen, was sie wollen.
Der gewöhnliche Bürger muß sich daher mit juristischen Tricks schützen. Sie dürfen offiziell also selbst nicht als Urheber der Verleumdungskampagne in Erscheinung treten. Das ist die erste Schwierigkeit. Um dem abzuhelfen, können Sie natürlich erklären, daß Ihre Geschichte nur frei erfunden sei. Auch dürfen Sie nicht den Namen oder andere eindeutige Identifikationsmerkmale Ihres mißliebigen Mitmenschen nennen - jedoch spielt das praktisch keine Rolle, da ja ohnehin jeder weiß, wer gemeint ist.
Das nächste Problem ist, daß die Vorwürfe, mit
denen Sie Ihren Kritiker ausschalten wollen, wenigstens halbwegs glaubwürdig sein müssen. Veröffentlichen Sie daher auch Beweisstücke! (selbstverständlich auch völlig frei erfundene, versteht sich. Anmerkung: Wenn Sie das hundertmal sagen, glaubt es Ihnen ohnehin keiner mehr!).
Anfänger sollten sich jedoch nicht mit Verleumdungskampagnen abgeben, denn sie sind nur etwas für Fortgeschrittene. Nur zu leicht kann nämlich der Schuß nach hinten losgehen, da dann Ihr ungebliebter Kritiker den Mitleidseffekt für sich ausspielt.
Da erfolgreiche Verleumdungskampagnen aber dem Verleumder eine gewisse Intelligenz bescheinigen, fällt mein Qualitätsurteil nicht ganz so negativ aus.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: MANGELHAFT

VIERTE MÖGLICHKEIT: EINSTWEILIGE VERFÜGUNGEN

Mit diesem Thema haben wir uns ja in anticlerus.com schon seit Jahren beschäftigt. Doch der Vollständigkeit halber muß es natürlich erwähnt werden.
Es kling simpel: Sie beantragen einfach beim königlich bayerischen Amtsgericht eine einstweilige Verfügung, und die Sache wäre damit erledigt.
Mit einstweiligen Verfügungen können Sie aber nur sehr naive Mitmenschen einschüchtern. Machen Sie jedoch nicht den Fehler und halten Sie Ihren bösen Kritiker für dumm.
Er wird nämlich rasch den Spieß umdrehen und Ihre einstweilige Verfügung für Werbezwecke mißbrauchen.
Sie sind dann der große Buhmann, der etwas vertuschen will!

MEIN QUALITÄTSURTEIL: VÖLLIG UNGENÜGEND

FÜNFTE MÖGLICHKEIT: ERPRESSUNGEN

Erpressungen sind schon seit ein seit Jahrtausenden erfolgreich erprobtes Mittel, Kritiker einzuschüchtern.
Die Kirche erpreßt Menschen mit der Drohung der ewigen Verdammnis, heute jedoch häufig nur noch mit einem schlechten Gewissen, daß man haben müsse, würde man nicht mehr zahlen. Und irgendwie funktioniert das ja auch immer noch.
Schon seit der Stalin Zeit in der alten Sowjetunion sind Erpressungen der Justiz, mißliebige Personen in die Psychiatrie einweisen zu lassen, allgemein üblich. Davon macht auch die westdeutsche Justiz reichlich Gebrauch.
Vor Erpressungen kann man sich jedoch relativ leicht schützen, indem man von Anfang mißtrauisch ist gegenüber sogenannten "seriösen Institutionen" aller Art. So vereitelt man den sonst Erfolg versprechenden Überraschungseffekt. Außerdem hat der Erpreßte zu Recht die Sympathien der Bevölkerung auf seiner Seite.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: AUSREICHEND

SECHSTE MÖGLICHKEIT: BESTECHUNGEN

 

 

 

Bestechungen sind ein geeignetes Mittel, die Glaubwürdigkeit Ihres Kritikers zu schädigen.
Andererseits besteht die Gefahr, daß Sie durch die Bezahlung von Bestechungsgeldern auch noch andere potentielle Kritiker auf den Plan rufen. Im Laufe der Zeit könnte das ziemlich teuer werden.
Daher ist es in jedem Falle ratsam, die Bestechungszahlungen diskret abzuwickeln.
Daneben besteht die Möglichkeit, auch andere Definitionen für den Begriff "Bestechungsgeld" zu verwenden: Wiedergutmachungszahlung, Entschädigung, Kompensation u.s.w..
Noch geschickter wäre es sicherlich, die Zahlungen über Koppelgeschäfte abzuwickeln.
Bestechungen versprechen Erfolg, wenn es im Interesse des Bestochenen liegt, daß die Bestechungen nicht populär werden.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: BEFRIEDIGEND

SIEBTE MÖGLICHKEIT: EIN ATTENTAT

Der Tod ist die einfachste und effektivste Möglichkeit, mißliebige Mitmenschen los zu werden - doch weit gefehlt!
Man kann zwar Menschen töten, nicht jedoch Ideen! Den Christen aller Art ist es jetzt schon seit 2000 Jahren gelungen, den angeblichen Märtyrertod Jesu erfolgreich zu vermarkten.
Opfer von Attentaten haben stets den Mitleidsbonus auf ihrer Seite, und das wollen Sie ja wohl verhindern!

MEIN QUALITÄTSURTEIL: UNGENÜGEND

ACHTE MÖGLICHKEIT: EIN BEDAUERLICHER UNFALL

Schon besser.
Doch besteht die Gefahr, das böse Gerüchte aufkommen könnten, jemand hätte da vielleicht doch ein bißchen nachgeholfen.
Halten Sie sich daher nach Abschluß Ihrer Aktion vornehm zurück. Vermeiden Sie vor allem überzogene Trauerbezeugungen, denn das macht Sie nur um so mehr verdächtig.
Zwar wird ein Unfallopfer nicht zum M ärtyrer - kein Mensch würde heute noch über Jesus reden, wäre er von der Straßenbahn überfahren worden -, jedoch kann auch ein (möglichst früher) Tod einen Menschen zur Kultperson machen.
Um das zu verhindern sollten Sie posthum gezielte (aber diskrete) Verleumdungskampagnen starten.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: MANGELHAFT

NEUNTE MÖGLICHKEIT: IGNORANZ

Wer nichts macht, der kann wenigstens nichts falsch machen.
Und oftmals gelingt es ja sogar, unangenehme Geschichten einfach auszusitzen.
Man warte einfach ab, bis der Kritiker einfach keine Lust mehr hat zu kritisieren.
In vielen Fällen hat man damit Erfolg. Hat man es aber mit einem Kritiker der hartnäckigen Sorte zu tun, wird man sich etwas anderes einfallen lassen müssen.
Man selbst kann natürlich den Kritiker ignorieren, aber die Öffentlichkeit wird es nicht tun.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: AUSREICHEND

ZEHNTE MÖGLICHKEIT: DIE MITLEIDSMASCHE

 

 

Es gibt Menschen und Menschengruppen, die eine innige Liebe zum ständigen Selbstmitleid haben. Sicher mag das Selbstmitleid in vielen Fällen sachlich begründet sein - eine Lösung ist es aber nicht. Es ist natürlich sehr viel einfacher, die Schuld immer nur bei anderen und nicht auch bei sich selbst zu suchen.
Obgleich ich kein Antisemit bin, muß ich hier in erster Linie das Judentum kritisieren. Die Juden lieben es seit alters her, sich selbst ständig zu bedauern. Die Juden wären selbst todunglücklich, gäbe es von heute auf morgen keinen Anzisemitismus mehr.
Aber auch unser beliebter Pfarrer X. aus Witten versuchte in einem Artikel in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 25. 5. 2000 Mitleid für sich zu werben:
"Für die Familie von Pfarrer Neukirch ist das gnadenlos."
"Die Leute, die die Flugblätter lesen, könnten sagen: Siehst du, so ist der Laden - und sich ganz von der Kirche abwenden."
"Superintendet Voswinkel selbst besitzt einen ganzen Ordner mit Briefen, in denen er oder die Kirche beschimpft werden."
Genutzt hat das widerliche Mitleids - Getue nichts. Die Beweise gegen den Pfarrer liegen öffentlich auf den Tisch. Selbst seine Kirche steht nicht mehr hinter ihm.
Fazit: Die Mitleidsmasche verlangt ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit von dem, der bemitleidet werden will. Eine solche hohe Glaubwürdigkeit kann jedoch kaum jemand erbringen - schon gar nicht auf Dauer.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: MANGELHAFT

ELFTE MÖGLICHKEIT: EIGENE FEHLER ZUGEBEN

Niemand ist vollkommen. Jeder macht mal Fehler, das ist nur menschlich. Wenn Ihr Kritiker also tastsächlich recht hat, dann stimmen Sie ihm zu.
Es ist keine Schande, öffentlich zuzugeben, daß man Fehler gemacht hat.
Damit nehmen Sie Ihrem Kritiker den Wind aus seinen Segeln. Die öffentliche Meinung haben Sie nun auf Ihrer Seite.
Einen Nachteil dieser Methode müssen Sie jedoch in Kauf nehmen: Diese Methode verlangt Einsicht und ein hohes Maß an menschlicher Reife. Aber das haben Sie doch wohl, oder?

MEIN QUALITÄTSURTEIL: SEHR GUT!

ZWÖLFTE MÖGLICHKEIT: MIT DEM KRITIKER SPRECHEN

Natürlich ist der Kritiker wiederum auch nicht immer im Recht, denn auch er ist ein Mensch, der sich ganz normal menschlich irren kann.
Vielleicht beruht seine Kritik gegen Sie nur auf einen Irrtum oder auf einem dummen Mißverständnis. Das könnte man doch aufklären in einem vernünftigen Gespräch, nicht wahr?

MEIN QUALITÄTSURTEIL: SEHR GUT

DREIZEHNTE MÖGLICHKEIT: DENKEN SIE SICH IN DIE PERSON DES KRITIKERS HINEIN

Machen Sie sich die Beantwortung dieser Frage nicht leicht.
Welche Motive hat der Kritiker überhaupt?
Haß? Rache? Neid? Warum will er Ihnen schaden? Könnte es dafür gute Gründe geben? Wenn ja, welche?
Oder ist es so, daß Ihr Kritiker Ihnen vielleicht sogar helfen will mit seiner Kritik.
Versuchen Sie, das Verhalten Ihres Kritikers zu verstehen und nachzuvollziehen. Dann sind Sie einer Lösung des Problemes schon näher gekommen!

MEIN QUALITÄTSURTEIL: SEHR GUT!

VIERZEHNTE MÖGLICHKEIT: SCHÄDEN WIEDER GUT MACHEN

In vielen Fällen geht es Ihrem Kritiker gar nicht um´s Geld. Es geht ihm um´s Prinzip. Er will nicht auf seinem Schaden und seiner Demütigung sitzen bleiben.
Beweisen Sie also Ihren guten Willen. Für Einsicht ist es nie zu spät. Machen Sie zunächst die finanziellen Schäden wieder gut, die Sie angerichtet haben.
Ob das der Fall war, läßt sich in einem vernünftigen Gespräch abklären.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: SEHR GUT!

FÜNFZEHNTE MÖGLICHKEIT: BEMÜHEN SIE SICH UM VERSÖHNUNG

Eine gerechte Lösung Ihres Konfliktes verschafft allen Beteiligten dauerhaften Frieden.
In vielen Fällen wird auch eine Versöhnung möglich sein. Aber eine Versöhnung muß von allen Beteiligten gewollt sein. Haben Sie Geduld.

MEIN QUALITÄTSURTEIL: GUT

SECHSZEHNTE MÖGLICHKEIT: ZIEHEN SIE EINEN SCHLUßSTRICH!

Auseinandersetzungen sind kein Selbstzweck, kein Lebensinhalt.
Wenn alles geklärt und geregelt ist, schließen Sie die Diskussionen ab und denken Sie lieber an die Zukunft.
Da gibt es für jeden genug zu tun!

MEIN QUALITÄTSURTEIL: SEHR GUT!

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