Witten witzig

Heute möchten wir einmal die schöne Stadt Witten besuchen. Die schöne Stadt im Norden des schönen Ennepe - Ruhrkreises bietet ihren Bürgern eine hohe Lebensqualtät.
Die Bürger Wittens sind bundesweit bekannt für ihren liberalen Geist und für ihren Willen, gescheiterten Existenzen in ihrer schönen Stadt eine neue Heimat zu geben. So ähnlich wie Australien zur Zeit des British Empire...
So hat denn auch unser real existierender Pfarrer X. in der schönen Stadt Witten eine neue Heimat gefunden.

 

 

 

Die Ankunft unseres Pfarrers mit seinem neuen Aeroplan war etwas unglücklich,
denn er hatte vergessen, daß der neue Wittener Airport erst in 20 Jahren eröffnet werden soll.

 

 

 

 

 

Es ist natürlich klar, daß unser Pfarrer Neukirch bei den Bürgern der schönen Stadt Witten äußerst beliebt war.
So erreichte er im letzten Herbst bei der Wahl zum Mr. Witten immerhim den 10. Platz. Eine respektable Leistung bei 10 Teilnehmern.

 

 

 

 

Doch leider, leider sammelten sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr Steine des Anstosses an.

So geriet unser Pfarrer Neukirch in den bösen, bösen Verdacht, ein Nazi zu sein. Aber das kann doch wohl nicht wahr sein, oder doch?
Doch Pfarrer Neukirch outete sich in seinem Gästebuch:
* Männer, die nicht mit Frauen schlafen, sind Hampelmänner
* Man kann nicht noch tiefer sinken, als sich mit Kurden einzulassen
* Ich, Joachim Koßmann, solle lieber den Zentralrat der Juden kritisieren als ihn (was ich im übrigen tue)
* Arbeitsscheue, faule Mitbürger (im Amtsdeutsch bisweilen noch als "Arbeitslose" bezeichnet) sollen zur erniedrigenden Zwangsarbeit herangezogen werden, Hundescheiße von der Straße abkraten o. ä.
* Pfarrer Neukirch fordert die Einführung von Pressezensur. Wer auf Staatskosten lebe, habe gefälligst die Schnauze zu halten und nicht aufzubegehren. Stimmt, Herr Pfarrer, Ihre Kirche macht mit jedem Regime gemeinsame Sache, Hauptsache die Kohle stimmt

 

 

 

Pfarrer Neukirch war in seiner schönen neuen Heimatstadt wohl nicht mehr gelitten. Wieder einmal mußte er sich in die Emigration begeben.
Er buchte eine Fahrt mit dem Intercity (man hatte ihm wegen Unfähigkeit den Pilotenschein entzogen) nach Castrop - Rauxel. Dort wollte er Bischof (oder so was ähnliches) werden.

 

Doch Pfarrer Neukirch, das war wohl nichts!
Die braven Bürger der Stadt wollten ihn nicht haben. Auch Castrop - Rauxel ist eine anständige Stadt, die keine Nazis will.

...und so machte sich unser Pfarrer Neukirch tief enttäuscht wieder auf den Weg auf der langen, langen Straße der Einsamkeit nach Witten. Ein barmherziger Automobilist erbarmte sich und lud unseren armen Nazi - Pfarrer in sein Gefährt zum mitfahren ein.

Nun ist unser Pfarrer Neukirch wieder in seiner alten Zuflucht Witten angelangt. Die Wittener lachen und lachen und lachen und lachen und lachen.
Unser armer Pfarrer, hoffentlich kommt er wieder auf den rechten Weg.
Ich würde ihm doch so gerne helfen, wieder dahin zurückzufinden!

Joachim Koßmann

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